Konferenz: Galizien im 20. Jahrhundert - Ein Raum im Schatten der Imperien

3.-5. Juni 2010
Zentrum für Stadtgeschichte Ostmitteleuropas in Lviv
Programm [Englisch] | [Deutsch] | [Ukrainian]
Fotos | Konferenzbericht (pdf)

Galizien-Exkursion Juni 2010

2.-12.6.10 Exkursion: Lviv - Zolochiv - Rohatyn - Ivano Frankivsk - Kolomya - Borislav - Sambir - Przemysl - Tarnow - Krakau

Vortrag: Czernowitzer Wiedersehen - Im Netz und vor Ort

Vortrag und Diskussion mit Marianne Hirsch und Leo Spitzer
Moderation: Annegret Pelz (Institut für Germanistik)
Begrüßung: Christoph Augustynowicz
Donnerstag, 24. Juni 2010, 18 Uhr
NIG, Hörsaal II (Erdgeschoss), Universitätsstr. 7
Download des Vortrags [mp3|53,7 MB]

Marianne Hirsch ist Professorin am Institut für Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaft und am Institute für Gender Studies an der Columbia University in New York. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Nacherinnerung an vererbte, individuelle Erinnerungen an den Holocaust (Family Frames: Photography, Narrative, and Postmemory (1997), The Generatoin of Postmemory: Gender and Visuality After the Holocaust (2011).
Leo Spitzer ist emeritierter Professor für Geschichte am Dartmouth College, er arbeitet zu Flucht/Vertreibung, Widerstand und der Rolle von individuellem und kulturellem Gedächtnis (Hotel Bolivia. Auf den Spuren der Erinnerung an eine Zuflucht vor dem Nationalsozialismus (Wien 2003). Mit Mieke Bal und Jonathan Crewe: Acts of Memory: Cultural Recall in the Present (1999).
Marianne Hirsch/Leo Spitzer (2010): Ghosts of Home: The Afterlife of Czernowitz in Jewish Memory, eine Familien- und Lokalgeschichte über die Stadt Czernowitz, in der die Eltern von Marianne Hirsch aufwuchsen und den Holocaust überlebten.

Eine Veranstaltung des Doktoratskollegs „Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe“

Unterstützt vom Bruno Kreisky Forum, dem Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Österreichischen Exilbibliothek im Literaturhaus in Wien und dem Verein Gedenkdienst

Doktoratskolleg "Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe"


gefördert vom Fonds für wissenschaftliche Forschung
(1.11.2006 - 31.10.2009)
(1.11.2009 - 31.10.2012)


Panorama in Lemberg / Львів / Lwów (© Daniel Schwarzböck)
Reisekarte Josephs II.
Innenraum der ehemaligen Synagoge in Жовква / Żółkiew (© Michael Stingl)

Das Doktoratskolleg (DK) befasst sich mit den interdependenten Kulturen, Literaturen, Sprachen, Religionen, ökonomien, ethnischen und sozialen Gruppen des österreichischen Kronlandes Galizien und Lodomerien von seiner Inkorporation in das Habsburger Reich im Jahre 1772 bis zum Jahre 1918 und mit dem multikulturellen Erbe Galiziens in Polen, der Ukraine und österreich sowie in der Emigration bis zur Gegenwart.

In den letzten Jahrzehnten ist das österreichische Galizien zu einem beliebten Objekt des öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses in Österreich (besonders in Wien) und anderen Ländern geworden. Allerdings hat sich die Forschung bisher weitgehend auf den isolierten Rahmen der einzelnen Disziplinen beschränkt. Der Multikulturalität der Region ist in Germanistik, Slavistik, Judaistik und den nationalen Histriographien nicht genügend Rechnung getragen worden. Das DK ist demgegenüber multidisziplinär ausgerichtet und kombiniert Ansätze der Literatur-, Sprach- und Geschichtswissenschaft mit den integrativen Theorien der neueren Kulturwissenschaften. Diese Transdisziplinarität wird sowohl für die einzelnen Disziplinen wie für eine Gesamtschau der historischen Region und ihres Erbes neue Erkenntnisse bringen.